P-27 @ Züritipp

1992 - Züritipp 08. Mai

Freitag, 08 Mai 1992
Stasa Boder
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Haben sich aus früheren Graffiti-Zeiten zusammen-getan: P-27, vier Rapper aus Basel.

P-27 - Die besten Drogen sind Musik und Rap

Die vier Basler Rapper kommen mit Power und einer grossen Botschaft.

Zehn Jahre nach Ausbruchs der Rap-Revolution in New York haben es die Deutschschweizer endlich auch geschafft, einen starken Tanzrhythmus mit einer starken Message zu verbinden. Dass dies am besten mit einheimischem Dialekt funktioniert, werden die vier Rapper der P-27 zusammen mit Deejay, Human Beatbox und Tänzern heute abend live beweisen.

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Haben sich aus früheren Graffiti-Zeiten zusammengetan: P-27, vier Rapper aus Basel.

P-27 - Die besten Drogen sind Musik und Rap

Die vier Basler Rapper kommen mit Power und einer grossen Botschaft.

Zehn Jahre nach Ausbruchs der Rap-Revolution in New York haben es die Deutschschweizer endlich auch geschafft, einen starken Tanzrhythmus mit einer starken Message zu verbinden. Dass dies am besten mit einheimischem Dialekt funktioniert, werden die vier Rapper der P-27 zusammen mit Deejay, Human Beatbox und Tänzern heute abend live beweisen.

Ein Stück der bis anhin unbekannten Gruppe P-27 erscheint auf dem Hip-Hop-Sampler «Fresh Stuff 2» und wird im Radio derart massiv gespielt, dass die einschlägigen Plattenläden der Deutschschweizer Städte täglich bis zu zehn Anfragen bekommen, wann das erste Album der «Schweizer Rapper» endlich erscheine. Was ist geschehen?

Das Stück «Murder By Dialect» versteht es wie zurzeit kein anderes, mit hartem Beat, funkigen Samples und Baslerdialekt die Stimmung in der hiesigen Hip-Hop-Szene wiederzugeben.

Der begnadete Rapper Black Tiger erzählt in halsbrecherischem Tempo von grauen Wänden und farbigen Spraydosen, fordert die Abschaffung von Bürgerwehren und Armee. «Ich kann nicht nur schneller Texte schreiben, sie kommen auf Mundart viel direkter und emotionaler aus mir heraus», sagt Scen (20), der wie die meisten Mitglieder der Gruppe seinen Künstlernamen aus früheren Graffiti-Zeiten hat. Auf das aggressive Image der Gruppe angesprochen, meint Scen, dies sei ein Vorurteil. Sie sind strikte gegen Gewalt. Was aber nicht heisst, dass sie sich ihre typisch Basel-freche «Schnure» verbieten lassen. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, fahren sie (auf Mundart und Englisch) über alles her, was ihnen im Leben Sorgen macht: Übergriffe der Basler Polizei, Rassismus, Alpträume und Drogen in der Jugendszene. Scen: «Es macht mich wütend zu sehen, wie ein 16jähriger so dumm sein kann, Kokain oder Leim zu sniffen. Die besten Drogen sind Musik und Rap.»

P-27 arbeiten zurzeit eifrig an ihrem ersten Album. Eine Auswahl ihrer neuen Stücke werden sie live präsentieren. Vielleicht werden sie die Zürcher zu einer gepfefferten Reaktion auf Züritüütsch animieren?

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