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Gleis X

am Freitag, 05 September 1997. in Theater

Ein Stück Hip Hop (1997)

Gleis X

«Gleis X» - Hip Hop und Theater?!»

 

«WARUM HIP HOP IM THEATER...?
...DER GEHÖRT DOCH AUF DIE STRASSE!?»

Hip Hop ist eine Kraft, die aus dem Nichts kommt. Respektive eine Kraft, die nichts als Menschen und irgendeinen Ort braucht.

Hip Hop kam aus Amerika nach Europa. Diese Kunst-, Musik- und Lebensform ist hier bei uns aber nicht nur eine Kopie, sondern lebt von und für sich.

In der Vergangenheit wurde Hip Hop in unzähligen Radio- und Fernsehberichten als gewalttätige Modeerscheinung, die ja «so bald verschwinden wird, wie sie auch gekommen ist» leichtfertig abgetan. Dass Graffiti aber bereits 40 Jahre und die Rap-Musik bereits 30 Jahre alt geworden sind, wissen viele nicht. Frauenfeindlichkeit und Rassismus zählen zu den meistverbreitetsten Vorwürfen. Eigentlich ein Widerspruch in sich, da sich sehr viele Ausländer der zweiten und dritten Generation zu dieser nicht unumstrittenen «Szene» (wenn man diese Kultur so nennen kann) zählen.

Zum Stück

Wie fühlt sich ein Maler, der für seine Bilder (Graffiti) vor Gericht gestellt und verurteilt wird? Was sind «Tags»? Was ist die Triebfeder für die immense Kreativität, die in Form von Bildern, Tanz und Musik ausgedrückt wird? Warum werden Jugendliche gewalttätig? Was geschieht, wenn etablierte Kunstformen wie Hip Hop und Theater aufeinandertreffen? Wie kann man diese bunte und vielschichtige Kultur in einen Theaterabend packen? Wie entsteht aus einem Ameisenhaufen von 20 Körper-, Wort-, Spraydosen- und Turntable-Akrobaten, die charakterlich, künstlerisch und kulturell so verschieden sind, ein Ensemble? Fragen, deren Antworten uns Macher auch brennend interessierten.

Dies hat uns überhaupt zur Realisierung dieses Projektes bewogen. Denn sämtliche Darsteller waren bis dahin Laien in der Schauspielkunst, aber Profis im Hip Hop! Margot Gödrös war die einzige professionelle Schauspielerin in diesem Ensemble.

Wo das Wort an Bedeutung verliert, entstehen neuen Formen des Ausdrucks...HIP HOP!

Durch den Preisgewinn des «Ideen für Basel»-Wettbewerbs der Basler Kantonalbank wurde diese ganze Produktion überhaupt erst möglich, denn die BKB stellte die Geldmittel zur Verfügung, damit Hip Hop erstmals auf die Theaterbühne kam, wie er in dieser Form bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie zu sehen war. Die Kulturämter beider Basel steuerten ebenfalls beträchtliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Das Theater Basel unterstützte dieses Projekt, indem Anne Schöfer und Martin Frank die Dramaturgie des Stückes übernahmen und Marc Calame am Bühnenbild mitarbeitete, sowie durch personelle und infrastrukturelle Mittel während den Vorstellungen im Foyer des Hauses. Das Theater ROXY Birsfelden, welches die Probe- sowie Aufführungslokalität zur Verfügung stellte, ermöglichte dadurch ebenfalls die Realisierung.

Das Stück wurde geschrieben und produziert von Skelt!, einem aktiven Basler Hip Hop-Künstler, der auch in zwei Rollen auf der Bühne schauspielerisch mitwirkte. Regie führte der in Berlin lebende Schauspieler, Regisseur und Produzent Tom Ryser, welcher sich in der Schweiz sowie auch im Ausland mit zahlreichen Produktionen einen Namen gemacht hat.

Ryser's Inszenierungskonzept basierte auf der Idee, gänzlich auf gebaute Bühnenbilder zu verzichten. Stattdessen wurden die Handlungsorte und Stimmungswechsel durch die DarstellerInnen verkörpert, um die Aufmerksamkeit auf die Agierenden zu konzentrieren. Somit war es unter anderem möglich, schnelle Szenenwechsel zu realisieren, was dem Stück Tempo und Dynamik verleihte.

Der Cast

Autor, Produzent Skelt!
Regie Tom Ryser
Produktionsassistenz Eva Watson
Regieassistenz/Abendspielleitung Marco Ercolani
Dramaturgie Anne Schöfer/Martin Frank

Darsteller

 
Samir Abdel Hakeim Tarek Abu Hageb
Gaetano Torrizzi Giuseppe Mavrici
Mutter von Samir, Galeristin Margot Gödrös
Mutter von Samir, Galeristin (während der Gastspiele in Stuttgart) Charlotte Heinimann
Amisra Rula Badeen
Gina Jenny Lützelschwab
Patrick Ronald Daems
Bruno Urs Baur
Tim Roger Obi
Katinka Nicole Ecker
Katinka (während der Gastspiele in Stuttgart) Karmen Jascur
Demian (DJ) Andreas Litwan
Trösch (Polizist) Marco Ercolani
Streit (Polizist) und Jugendanwalt Skelt!
Tänzer Ho Chung Mok
Tänzer Marcel Bachmann
Tänzer Michel Mathis
  Mélanie Joliat
  Dina Sambar
  Samuel Ingold
  Patrick Cramatte
  Jorge Gonçalves
  Fabian Degen

Mitarbeit

 
Tanzchoreographie Martin Schäublin
Tontechnik Samuel Weiss
Beleuchtung Marco Reiniger
Bühnenbild Marc Calame
Bilder, Design, Bühnenbildmitarbeit deSTYLE
Dekoration & Billboard-Letters Vasilios Lagos
Galerie-Bilder Tarek Abu Hageb
Fotos Christian Schnur/David Ryser
Video-Mitschnitt Guido Welte & Team
Video-Dokumentationen Jens Kull
Graphic Artwork Alex Walder

Vorstellungen

Theater ROXY Birsfelden

Freitag 05. September 1997 (Uraufführung)
Samstag 06. September 1997 (gecancelt wegen Verletzung)
Sonntag 07. September 1997
Mittwoch 10. September 1997
Donnerstag 11. September 1997
Freitag 12. September 1997
Samstag 13. September 1997
Sonntag 14. September 1997
Dienstag 16. September 1997
Mittwoch 17. September 1997
Donnerstag 18. September 1997
Freitag 19. September 1997
Samstag 20. September 1997

Theater Basel Foyer Grosse Bühne

Dienstag 30. September 1997
Mittwoch 01. Oktober 1997
Donnerstag 02. Oktober 1997
Dienstag 21. Oktober 1997
Mittwoch 22. Oktober 1997
Donnerstag 23. Oktober 1997

Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Mittwoch 4. März 1998
Donnerstag 5. März 1998
Freitag 6. März 1998
Samstag 7. März 1998

Theater Basel Kleine Bühne
am Festival «Spiilplätz '98» 

Freitag 24. April 1998

Theaterhaus Stuttgart
am Festival «Schöne Aussicht '98» 

Samstag 27. Juni 1998
Sonntag 28. Juni 1998

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